*Empfohlen für Filterkaffee und Espresso
- HERKUNFT: KENIA
- FARM: Kamwangi
- REGION: Gichugu, Kirinyaga
- VARIANTE: SL28, SL34, Ruiru 11, Batian
- PROZESS: Gewaschen
- HÖHE: 1500 m ü. NN
KENIA / KAMWANGI AA
Das Werk in Kamwangi, im Nordosten von Kirinyaga gelegen, gehört der New Ngariama Farmers Cooperative Society (FCS) und wird von ihr betrieben. Es ist das zweite Werk der Genossenschaft; die New Ngariama FCS besitzt nun insgesamt drei Werke.
Rund 985 aktive Mitglieder liefern Kaffee an die Fabrik; jeder Bauer besitzt durchschnittlich 200–250 Kaffeebäume. Nach der Ernte bringen die Bauern die Kaffeekirschen zur Sortierung und Trennung in die Fabrik. Anschließend werden sie mit traditionellen Scheibenentpulpern entpulpt. Danach fermentieren sie 24–28 Stunden in Tanks und werden anschließend in Sortierkanälen gewaschen. Die hochwertigsten Kaffeesorten werden in dieser Fabrik in der Regel zusätzlich 12–24 Stunden eingeweicht, abhängig vom verfügbaren Platz auf den Trockenbetten. Der gesamte Kaffee wird zunächst auf Schalentrocknungsbetten getrocknet, um den Feuchtigkeitsgehalt auf etwa 44 % zu senken, bevor er für 9–13 Tage auf traditionellen Trockenbetten ausgebreitet und dabei ständig gewendet wird. Sobald der Feuchtigkeitsgehalt 11–13 % erreicht hat, wird der Kaffee in Konditionierungsbehälter umgefüllt, wo er gelagert und alle zwei Tage gewendet wird, um den Feuchtigkeitsgehalt zu homogenisieren und den Pergamentkaffee zu stabilisieren.
In Kenia ist Kaffee in der Regel bis zur Fabrik oder Mühle rückverfolgbar: Die meisten Bauern besitzen zwischen 0,25 und 0,25 Hektar Land und bauen oft auch andere Feldfrüchte an. Daher sind sie für den Verkauf und die Verarbeitung ihres Kaffees auf eine zentrale Verarbeitungsanlage angewiesen. Die Produzenten liefern die Kaffeekirschen an eine Fabrik, wo die Kooperative sie sortiert, wiegt und die Zahlung für die Lieferung auszahlt. Anschließend wird der Kaffee mit den übrigen Lieferungen des Tages vermischt und weiterverarbeitet. Aufgrund dieses Systems, das Hunderte bis Tausende von Kleinbauern pro Fabrik bedient, ist die Rückverfolgbarkeit bis zu den einzelnen Produzenten, deren Kaffee die jeweiligen Partien ausmacht, begrenzt.
